Forschung

Forschung, die im medizinischen / gesundheitswissenschaftlichen Kontext steht, spielt in mehreren Fakultäten und mit großer Themenvielfalt eine wichtige Rolle an der OTH Regensburg. Das RCHST fungiert dabei als zentraler Ansprechpartner, fördert und koordiniert interdisziplinäre Forschung.

RCHST Forschungsprojekte

TePUS Telepräsenzroboter für die Pflege und Unterstützung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten
Im Rahmen der Förderlinie DeinHaus4.0 im Regierungsbezirk Oberpfalz, das an der OTH Regensburg durchgeführt wird, sollen Telepräsenzroboter auf ihre Praxistauglichkeit geprüft und Unterstützungsangebote auf deren Basis entwickelt werden.

Ethik & Technikfolgenabschätzung, Prof. Dr. Karsten Weber (Projektleitung) / Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen: Gudrun Bahr (M.A.) (Projektmanagement), Vanessa Mücke (B.Sc.), Dr. Debora Frommeld
Sozialforschung, Prof. Dr. Sonja Haug / Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Edda Currle (Dipl.-Pol.)
eHealth, Prof. Dr. Georgios Raptis / Wissenschaftliche Mitarbeiter*innnen: Luise Middel (B.Sc.), Christof Popp (M.Sc.)
Logopädie, Prof. Dr. Norina Lauer / Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Nina Greiner (M.Sc.)
Physiotherapie, Prof. Dr. Andrea Pfingsten / Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Natalie Kudienko (M.Sc.)
Pflegewissenschaft, Prof. Dr. Christa Mohr / Wissenschaftliche Mitarbeiterin*innen: Katrin Ettl (M.A.), Norbert Lichtenauer (M.Sc.)
Pflegewissenschaft, Prof. Dr. Annette Meussling-Sentpali

Weitere Informationen: TePUS DeinHaus4.0

Künstliche Intelligenz (KI) und Ethik
Auf Basis von endoskopischen Bildern wird in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Augsburg (Prof. Dr. Messmann) ein Verfahren zur KI-gestützten Diagnose von Speiseröhrenkrebs entwickelt. Anhand dieses Beispiels werden dann die normativen Fragen von KI-unterstützten medizinischen Diagnosen untersucht. In diesem Kontext wird eine (vorläufige) ethische Leitlinie, wie KI-unterstützte Diagnostik eingesetzt werden darf bzw. sollte, als Orientierungsrahmen formuliert.

ReMIC, Prof. Dr. Christoph Palm / Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Robert Mendel (M.Sc.)
Ethik, Prof. Dr. Karsten Weber / Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Arne Sonar (M.A.)

Weitere Informationen: Deep Learning zur computerunterstützten Früherkennung von Speiseröhrenkrebs aus endoskopischen Bildern
Stakeholderperspektiven auf KI-unterstützte medizinische Entscheidungsfindung und Entwicklung ethischer Leitlinien für den Einsatz von KI-Systemen in der Medizin (2018-2020)

Blended Physio
Entwicklung einer App zur Unterstützung der physiotherapeutischen Versorgung im Rahmen einer Kombination physischer und virtuell unterstützter Therapieeinheiten. Nach einer umfassenden Untersuchung werden Übungen individuell an Patienten/-innen angepasst und Durchführung sowie Fortschritt zu Hause durchgeführter Maßnahmen dokumentiert. Ebenso soll ein Echtzeitfeedback die adäquate Umsetzung unterstützen.

Physiotherapie, Prof. Dr. Andrea Pfingsten / Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Hanna Brandt (M.Sc.)
Biomechanik, Prof. Dr. Sebastian Dendorfer / Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Simon Auer (M.Sc.)

Biofluidmechanik, Prof. Dr. Lars Krenkel / Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Melina Tauwald (M.Sc.)

Nasopharyngeale Strömungen
Das Projekt zielt darauf ab, für optimierte OP-Planungen im Nasen-Rachenbereich numerische sowie experimentelle Referenzdaten in Kooperation mit der Technischen Universität Mailand (Politecnico di Milano) in einem Open-Source Projekt zur Verfügung zu stellen. Diese können genutzt werden, um neuartige numerische Strömungsberechnungscodes zu testen bzw. zu optimieren.

alle weiteren Forschungsprojekte des Labors Biofluidmechanik

 

Biomechanik, Prof. Dr. Sebastian Dendorfer / Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Simon Auer (M.Sc.)

Der Einfluss von psychischem Stress auf die Muskelansteuerung
Psychischer Stress hat direkte und langfristige Auswirkungen auf den Bewegungsapparat. In diesem Projekt soll die spezifische Änderung von muskulären Belastungen bei schnellen Bewegungen unter psychischem Stress untersucht werden.
Eine mögliche Anwendung ist die Analyse des Verletzungsrisikos bei Fußballspielern.

alle weiteren Forschungsprojekte des Labors Biomechanik

 

Medizinprodukte, Prof. Dr. Thomas Schratzenstaller / Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Moritz Burger (M.Sc.)

MI Implantat von Orbitabodenfrakturen
Orbitabodenfrakturen entstehen meist durch ein stumpfes Trauma des Mittelgesichts, wie z.B. durch ein Gewaltdelikt oder einen Sturz. Der Bruch kann in Folge zu Komplikationen führen, die von kosmetischen Defiziten über ernste funktionelle Störungen, wie Doppelbildern, bis hin zur Erblindung reichen. Im Projekt OrbitaTreat wird ein Orbitabodenimplantat inkl. Implantationssystem entwickelt. Ein neuartiger Implantationsweg transnasal in die Kieferhöhle reduziert die möglichen Komplikationen, wie z.B. die Verletzung des Sehnervs, im Vergleich zu gängigen Methoden durch die Augenhöhle deutlich. Durch Verwendung eines neuartigen Implantationsmechanismus, sowie der innovativen Kombinationen verschiedener Materialien und deren Bearbeitungsprozessen für das Implantat wird eine dauerhafte Frakturstabilisation durch das Implantat gewährleistet.
Kooperation: Uniklinikum Regensburg (UKR), industrielle Partner

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ReMIC, Prof. Dr. Christoph Palm / Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Robert Mendel (M.Sc.)

Bild-basierte Früherkennung von Karzinomen bei Barrett's Ösophagus mit halb-überwachten Lernalgorithmen
Die Leistungsfähigkeit digitaler neuronaler Netze hängen maßgeblich von Qualität und Quantität der zugrundeliegenden Daten ab. Allerdings ist in der Medizin die Erstellung eines umfangreichen Datensatzes mit hohem Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Deshalb werden hier Algorithmen entwickelt, die sowohl aus annotiertem als auch nicht-annotiertem Bildmaterial lernen können. Dadurch werden bei gleicher Erkennungsrate weniger annotierte Daten benötigt.

alle weiteren Forschungsprojekte des Labors Regensburg Medical Image Computing (ReMIC)

 

ReMIC, Prof. Dr. Christoph Palm / Wissenschaftlicher Mitarbeiter: David Rauber (M.Sc.)

Maschinelles Lernen zur Szenensegmentierung bei Chirurgierobotern
Mit Hilfe von KI werden medizinisch relevante Objekte in endoskopischen Videos segmentiert. Bei einem Chirurgieroboter können solche Objekte z.B. die Instrumente eines Roboters (Manipulator, Gelenk, Schaft), anatomische Objekte (Niere, Darm, …) oder medizinisches Material (Nadeln, Fäden, Klammern, …) sein. Die semantische Segmentierung basiert auf einem tiefen Neuronalen Netz (engl. deep learning) in Form einer Encoder-Decoder Architektur.

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eHealth, Prof. Dr. Georgios Raptis / Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Jennifer Wolter (M.Sc.)

Digitales Pflegekonsil – Intersektorale Kommunikation und Datenaustausch zwischen ambulanter / (teil-) stationärer Altenpflege und Haus- / Facharzt
Das Projekt „Digitales Pflegekonsil“ hat das Ziel, alle relevanten Ansprechpartner im Bereich der Pflege miteinander zu vernetzen, um die Versorgung von pflegebedürftigen Menschen zu verbessern. Mit Hilfe eines Telekonsils (Pflegekonsil) können Pflegekräfte, Haus-, Fachärzte sowie optional Arbeitsmediziner besser, direkter und schneller als bisher zusammenarbeiten und somit ihre Expertise zum Wohle ihrer Patienten bündeln, die Behandlungseffizienz und -effektivität steigt. Teil dieses Telemedizinischen Konsils ist eine “PflegeApp”, die technisch niederschwellige “virtuelle Hausbesuche” und Betreuung in stationären Einrichtungen oder am Wohnort ermöglicht. Zugang zu diesem System erhalten auch Angehörige. Die Position der Pflegekräfte, die häufig die wichtigsten Ansprechpartner für den Arzt sind, wird durch pflegeinitiierte Konsil- und Behandlungspfade gestärkt, Experten für Arbeitsmedizin können neben Haus- und Fachärzten konsultiert werden. Durchgeführt und dokumentiert wird die Behandlung und Betreuung des Patienten über eine dezentrale „digitale Pflegekonsilakte“, die über ein innovatives Zugangssystem verfügt und so auch anderweitig im Gesundheitssystem, z.B. künftig in der Telematik-Infrastruktur eingesetzt werden kann. Kooperationspartner ist die die Monks Vertriebsges.mbH.

weitere Informationen: Digitales Pflegekonsil

 

Technikfolgenabschätzung, Prof. Dr. Karsten Weber / Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Helene Gerhards (M.A.)

Saving Autonomy: Assessing Patients' Capacity to Consent using Artificial Intelligence (SMART)
Im Gesundheitswesen ist die Achtung der Patientenautonomie ein zentrales Anliegen, das durch eine informierte Einwilligung erfüllt wird. Aufgrund bestimmter Krankheiten kann die Fähigkeit zur Erteilung einer informierten Einwilligung beeinträchtigt oder nicht vorhanden sein. Der behandelnde Arzt hat die Pflicht, die Entscheidungsfähigkeit des Patienten zu beurteilen. Es gibt verschiedene Beurteilungsinstrumente. Die Instrumente bauen jedoch auf den kognitiven und verbalen Fähigkeiten des Patienten auf (emotionale Fähigkeiten werden vernachlässigt). Daneben können auch die subjektiven Faktoren des Arztes die Beurteilung beeinflussen. Wir werfen die Frage auf, ob künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt werden kann, um die Schwächen der Beurteilungsinstrumente und die subjektive Voreingenommenheit des Arztes innerhalb des Beurteilungsverfahrens zu kompensieren. Bis jetzt gibt es im Bereich der künstlichen Intelligenz keine Bemühungen, die Einschränkungen bei der Beurteilung der Entscheidungsfähigkeit von Patienten zu überwinden. Unser Ziel ist es zunächst, ein interdisziplinäres Netzwerk von Wissenschaftlern aufzubauen, um die Schwächen und Einschränkungen, die mit einer Beurteilung der Entscheidungsfähigkeit eines Patienten verbunden sind, herauszuarbeiten. Zweitens werden wir eine empirische Vorstudie mit Fokusgruppen durchführen. Im Ergebnis werden wir drittens einen Vollantrag zur Frage verfassen, ob und wie eine Übertragung dieser Erkenntnisse in KI-Systeme technisch möglich und sozial, politisch, rechtlich sowie ethisch wünschenswert ist.

weitere Informationen: SMART
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Technikfolgenabschätzung, Prof. Dr. Karsten Weber / Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen: Uta Bittner (M.A.), Vasilija Rolfes (M.A.)

Ethische Evaluationswerkzeuge für Pflege- und Gesundheitsbereich
Zielsetzung der Arbeiten für das RCHST ist die Durchführung einer leitfadengestützten Interview-Studie zum Thema „Einstellung und Wissen von in Deutschland tätigen Reproduktions-medizinern/innen zum Verfahren der In-Vitro-Gametogenese (IVG)“. In der Studie sollen die Einstellungen und das Wissen der Reproduktionsmediziner/innen zur IVG erfragt und mittels qualitativer Analyse ausgewertet werden, um eine Basis für konkrete Klärungs- und Regelungsbedarfe zu gewinnen.

weitere Informationen: Ethische Evaluationswerkzeuge im Pflege- und Gesundheitsbereich
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Empirische Sozialforschung, Prof. Dr. Sonja Haug / Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Amelie Altenbuchner (M.A.)

Prospektive Studie zur Nutzbarkeit von Aktivitätstrackern

Weitere Informationen: Prospektive Studie zur Nutzbarkeit von Aktivitätstrackern in der Alterstraumatologie (2017-2020)
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Logopädie, Prof. Dr. Norina Lauer / Wissenschaftliche Mitarbeiter*in: Vera Leusch (M.Sc.), Daniel Kreiter (B.Sc.)

BaSeTaLK
Biographiearbeit in Senioreneinrichtungen mit Tablet-Unterstützung zur Verbesserung von Lebensqualität und Kommunikation
BMBF gefördertes Verbundprojekt mit der Katholischen Hochschule Mainz

weitere Informationen: BaSeTaLK.de
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Pflegewissenschaft, Prof. Dr. Annette Meussling-Sentpali / Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Stefan Schönstein (B.Sc.)

Forschungseinstieg Pflege

Forschungsschwerpunkte der Pflegewissenschaft (Prof. Dr. Meussling-Sentpali)

 

Pflegewissenschaft, Prof. Dr. Christa Mohr / Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Catrin Krauß (B.Sc.)

Forschungseinstieg Pflege

Forschungsschwerpunkte der Pflegewissenschaft (Prof. Dr. Mohr)

 

Pflegewissenschaft, Prof. Dr. Christa Mohr / Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Markus Grebien (Dipl.Soz.)

Forschungseinstieg Migration und Gesundheit
Studie „Asyl und Gesundheit in Franken – ein Vergleich im städtischen und ländlichen Raum“

Forschungsschwerpunkte der Pflegewissenschaft (Prof. Dr. Mohr)

 

Physiotherapie, Prof. Dr. Andrea Pfingsten / Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Katrin Michalk (M.Sc.)

Forschungseinstieg Physiotherapie

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